Peru: Berge, Alpakas und wunderschöne Städte

Peru ist ein relativ großes Land und um es zu bereisen brauchen wir viele und teilweise auch lange Busfahrten. Die Busse sind aber nicht mit denen in Deutschland zu vergleichen und abgesehen davon sind sie mehr als lohnenswert!

Wir landen in Lima und treffen dort Martin und Sandrina. Wir verbringen ein paar Tage dort und schauen uns die Stadt mit ihren schönen Plätzen an.

Abends sind wir einmal ein bisschen unterwegs und landen in einer Karaokebar. Hier gibt es, wie überall, Pisco Sour. Es ist das Nationalgetränk der Peruaner, auch wenn die Chilenen sich immer noch mit ihnen darum streiten, wer das Getränk erfunden hat. Offiziell wurde es Peru zugesprochen.

Nach 4 Tagen in Lima gehen wir zum Busbahnhof und versuchen, nach Arequipa zu kommen. Leider sind alle Busse ausgebucht und wir müssen eine Alternative wählen – eine Nacht länger bleiben oder woanders hinfahren? Wir sind spontan und so entscheiden wir uns, direkt nach Cusco zu fahren. 23 Stunden lang mit dem Bus über die Anden. Im Busbahnhof gehts ziemlich ab – die Firma feiert irgendwas. Im Eingangsbereich tanzt und singt ein Indianer und die Kinder bekommen Luftballons und haben eine mega Gaudi.

auf dem weg nach cusco

Eine Stunde später gehts dann los. Die Busfahrt ist trotz der langen Zeit angenehm, die Busse sind viel komfortabler als die, die ich aus Deutschland kenne. Die Sitze sind breit und wir können uns weit zurücklehnen.

Es gibt verschiedene Klassen und sowohl in den besseren Klassen – Cama – als auch in der Semi Cama lässt es sich gut aushalten!

Auf der Strecke überqueren wir hohe Pässe, teilweise bis zu knapp 5000 Meter und das macht sich bei Sandra und mir in Form von Übelkeit bemerkbar. Wir kauen fleißig Kokablätter und hoffen, dass es schnell besser wird.

cusco

Als wir in Cusco ankommen merken wir, wie wenig Sauerstoff es hier gibt. Auf einer Höhe von etwa 3800 Metern sind wir schon nach den ersten Treppen platt und müssen uns erstmal ausruhen. Das soll die nächsten Tage nur langsam besser werden, wir spüren auch noch am 4. Tag, dass wir nach dem Aufstieg zu unserem Hostel, das am Berg liegt, voll k.o. sind. Oben angekommen müssen wir erstmal Luft holen. Die Aussicht auf Cusco ist stark.

Cusco ist ein guter Ausgangspunkt für verschiedenste Wanderungen, gefühlt 10.000 Veranstalter bieten ihre Touren an. Aber nicht nur das drumherum, sondern auch die Stadt selbst ist eine sympathische Stadt. Die Plaza de Armas ist schön angelegt und irgendwie hat Cusco einen besonderen Flair.

Es gibt wunderschöne bunte Märkte und wir decken uns auf dem Markt im Zentrum gleich mal mit Alpaka-Pullovern und Socken ein. Von Cusco aus unternehmen wir zwei Touren – Machu Picchu und den Rainbow Mountain.

puno und Der Titicacasee

Nach den Ausflügen gehts weiter zum Titicacasee. Dort bleiben wir ein paar Tage und schauen uns mal Puno an. Die Stadt ist nicht besonders schön, das einzige Plus ist, dass unser gebuchtes Hotel gerade renoviert wird und wir in ein teures Nobelhotel einziehen dürfen – es gibt jeden Morgen ein riesiges Frühstücksbuffet! Was für ein Luxus.

Nebenan gibt es ein kleines Dorf namens Chucuito, in dem wir etwas essen und einen Einheimschenmarkt besuchen, der aus 5 Ständchen besteht. Drum herum ist eine kleine Grünfläche, auf der Lamas grasen. Lamas und Alpakas gibt es oft, immer wieder sehen wir welche am Straßenrand stehen und grasen. Auf unserer Wanderung zum Rainbow Mountain sehen wir soo viele in den Bergen stehen! Der Marktplatz von Chucuito ist auch ziemlich schön.

Von Puno aus gibt es die Möglichkeit, Ausflüge auf die peruanischen Inseln des Titicacasees zu unternehmen – zum Beispiel auf die Islas Uros!

Arequipa

Nach einem kleinen Abstecher nach Bolivien fahren wir weiter nach Arequipa und verbringen dort 4 Tage, um ein bisschen zu entspannen.

Wir schlendern durch kleine Märkte, über die Plaza de Armas, verbringen einen Nachmittag in einer Kneipe mit Fußball, Dart und viel Bier. Außerdem sehen wir uns den großen Mercado Central an und schlürfen dort frisch gepresste Smoothies. Ein bisschen krass ist dort der Geruch – überall hängt Fleisch inklusive Innereien rum, das die Peruaner verkaufen. Naja, schon mal interessant das zu sehen.

Wir probieren hier auch zum ersten Mal Käseeis! Haben wir vorher noch nie gehört, schmeckt aber meegaa lecker und ich glaube, das gibt es nur in Arequipa.

Sehenswert ist hier wohl auch noch das Kloster Santa Catalina. Leider sind wir da nicht mehr hingegangen und nach knapp 3 Wochen verlassen wir Peru und machen uns auf den Weg nach Chile.

Unser fazit

Peru ist ein wunderbares Land, das extrem viel zu bieten hat. Von endlos vielen Wanderwegen über schöne Städte, Vulkane und Schluchten bis hin zu einem der beeindruckendsten Bauwerke der Welt. Das klingt jetzt wie im Bilderbuch – ist es auch!

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