Von Hidroelectrica zu Fuß nach Machu Picchu

Es gibt mehrere Wege, um nach Machu Picchu zu kommen. Wir entscheiden uns für die Fahrt nach Hidroelectrica, um von dort aus den Rest zu Fuß zu gehen.

Zuerst verbringen wir ein paar Tage in Cusco, um uns zu akklimatisieren. Von dort aus nehmen wir den Bus ins 6 Stunden entfernte Hidroelectrica. Ein Teil vom Weg führt durch das Heilige Tal, wo wir einige schöne Dörfer sehen. Die Fahrt ist ziemlich hart – der Fußraum im Bus is klein, wir gurken eine Stunde an den steilsten Abgründen entlang und geteerte Straßen gibts nur begrenzt.

Sandrina kann irgendwann nicht mehr am Fenster sitzen, teilweise sehen wir keinen Wegrand mehr. Wir kommen trotzdem an und machen uns entlang der Bahngleise gleich auf den Weg nach Aguas Calientes, dem Ausgangspunkt zur Inka-Stadt.

Etwa 10 km sind es bis dorthin und die Strecke ist schön zu laufen.

Ein bisschen anstrengend ist der steinige Weg, dafür gibt’s aber immer wieder tolle Ausblicke und kurz vor Ankunft in Aguas Calientes bekommen wir sogar einen Vorgeschmack auf das, was vor uns liegt – wir sehen die Mauern vor Machu Picchu von unten! Das erste Freudenlächeln. Auf dem Weg gibt es Anlaufstellen für Essen und Getränke.

Irgendwann hören wir den Zug, der nach wie vor auf den Bahngleisen verkehrt und gehen aus dem Weg. Wir sehen zu, wie er an uns vorbeischippert und nehmen dann die restlichen Meter in Angriff. Nach 4 Stunden Wanderung kommen wir in Aguas Calientes an und sind vom Aufstieg auf Machu Picchu nur noch einmal schlafen entfernt 🙂

Aguas Calientes ist ein gemütliches kleines Städtchen. Am Abend gehen wir noch kurz was essen, dann gehts aber auch schon ins Bett, da wir am nächsten Morgen um 4 Uhr aufstehen. Wir wollen pünktlich am Eingangsgate sein, um die Stadt vor den Touristenmassen zu erreichen.

Um 5.30 Uhr gehts dann los – wir besteigen die ersten Treppen auf dem eindrucksvollen Weg nach oben. Der Weg ist auf jeden Fall für jeden durchschnittlich fitten Menschen machbar, aber leicht ist was anderes.

Wir machen immer wieder Pause und sind heilfroh, dass Machu Picchu niedriger liegt als Cusco. Die Luft ist ok, zwischendurch brauchen wir aber beinahe ein Sauerstoffzelt. Letztendlich geht alles gut, wir beißen uns durch und kommen erledigt aber mega glücklich oben an.

Hier wird unsere Illusion von der tollen Ankunft geknickt – wir stehen erstmal vor einer Bushaltestelle, an der die ganzen busfahrenden Touristen ausgeladen werden. Die werden sowieso schon während unseres Aufstiegs an uns vorbeigekarrt, also war da schon klar, dass wir nicht eine der Ersten sein werden. Egal, wir haben es zu Fuß geschafft und fühlen uns gut!

Und egal, wie anstrengend es war – der Ausblick, wenn die Wolken sich verziehen und Sonnenlicht auf Machu Picchu fällt ist absolut unbezahlbar!

Wir sind echt geflashed von der Größe der Stadt, auf Bildern sieht das Ganze viel kleiner aus, als es in Wirklichkeit ist. Leider regnet es zwischendurch immer wieder und wir stellen uns unter. Trotzdem bekommen wir mehrere Male einen Blick auf die Stadt und die umliegenden Berge.

Unser Fazit

Machu Picchu ist wirklich der Hammer und auf jeden Fall einer der beeindruckendsten Orte, die ich bzw. wir je gesehen haben. Eine Reise wert!

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