Hoi An – ein Meer aus Laternen

Von Hoi An haben wir oft gehört, dass es sehr schön sein soll. Weil zu unserer Zeit in Zentralvietnam viel Regen fällt, sind die Orte entlang des Mekong und anderer Flüsse teilweise überschwemmt. Wir überlegen uns deshalb zweimal, ob wir nach Hue oder nach Hoi An gehen. Im Nachhinein sind wir froh, dass wir uns für Hoi An entschieden haben. Die Stadt ist wunderschön.

Als wir am ersten Tag durch die Altstadt laufen fühlen wir uns irgendwie gleich wohl. Die Stadt hat den Flair von einer Künstlerstadt, überall gibt es selbstgemalte Postkarten zu kaufen und die Vietnamesen haben die alten, kleinen Häuser durch ihre Verkaufsläden und Essensstände sympathisch gemacht.

Dass Hoi An am Thu Bon Fluss liegt, macht es ebenso attraktiv. Nur die Sache mit dem vielen Regen ist etwas problematisch. Der Fluss tritt über die Ufer und die Straßen an der Promenade sind überflutet. Am Tag vor unserer Ankunft ist auch der Stadtteil auf der anderen Seite des Flusses überschwemmt und so ist der Zugang dorthin komplett gesperrt. Der Zustand tut dem Charakter der Stadt nichts ab – ganz im Gegenteil. Für die Anwohner ist es etwas schwierig, vor allem was die Lieferung von Lebensmitteln in die Restaurants betrifft.

Hoi An ist irgendwie so klein und doch kann man dort tagelang verbringen. Alles ist irgendwie so niedlich. Als es dunkel wird und wir zum Fluss runtergehen sind wir erstmal sprachlos: die ganze Altstadt ist mit Lampions erleuchtet, die japanische Brücke erstrahlt in grünem Licht und den Flair kann man eigentlich nicht beschreiben, das muss man sehen.

 

Frauen sprechen uns an und fragen, ob wir kleine Lichterschiffchen den Fluss runterschicken möchten, Himmelslaternen erleuchten die Nacht.

Es gibt viele kleine Cafés, die zum rumhängen einladen und im Gusto Café am Eck trinken wir den mit Abstand besten Kaffee überhaupt! Wir haben echt noch nie so guten Kaffee gehabt und obwohl das Café im Reiseführer steht, sind dort nur Vietnamesen am Kaffee trinken. Frisch aufgebrühter Kaffee sieht in Vietnam meistens so aus:

Wer Lust hat kann sich in den Schneidereien für wenig Geld maßgeschneiderte Kleider machen lassen. Handeln geht natürlich auch hier und für ein Kleid zahlt man (je nach Schneiderei) so 50 Euro.

Hoi An ist bis dahin die schönste und angenehmste Stadt, die wir erleben. Vielleicht liegt das daran, dass in einigen Straßen nur Roller und keine Autos fahren, vielleicht liegt es an dem Flair, den die kleinen Häuschen und Lampions überall schaffen. Einfach sehenswert!

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