Vientiane – die etwas andere Hauptstadt

Wer sich ein Bild davon machen möchte, wie eine entspannte Hauptstadt aussieht, ist in Vientiane richtig. Die Hauptstadt von Laos wirkt mit seinen 300.000 Einwohnern eher wie ein kleines Städtchen mit vielen gemütlichen Straßen.

Unsere ankunft

Wir sind mit dem Nachtzug angereist, die Fahrt war angenehm. Ein bisschen geschaukelt hat es schon. Andi hat trotzdem fast durchgeratzt und am nächsten Morgen waren wir relativ fit!

Unser Hostel, das Backpackers Garden war in einer ruhigen Nebengasse und gut ans Zentrum angebunden. Die Atmosphäre ist total entspannt und man kann im Aufenthaltsraum unten und auf der Terrasse rumhängen. Es waren ein paar Hippies und andere Backpacker da. Die Mädels, denen es gehört, waren mega lieb und haben uns bekocht und uns die Weiterfahrt nach Vang Vieng gebucht.

Nachdem wir das Tuktuk zur Fahrt dorthin erstmal hartnäckig runterhandeln mussten, sind wir dann mit 3 anderen Leuten gut in der Stadt angekommen. Am schwierigsten ist immer das schnelle Umdenken, wenn man eine andere Währung hat und die Tuktuk-Fahrer von einem plötzlich 180 000 Kip haben wollen, wo man vorher noch 800 Baht gezahlt hat. Aber man gewöhnt sich doch schnell dran.

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Vom Hostel aus ins Zentrum müssen wir über eine vielbefahrene Straße, manchmal sind wir minutenlang dort gestanden bis sich eine Lücke zwischen den Autos und unzähligen Rollern auftat, die sich hier überall durch den Stau und teilweise auf den Gehwegen durchschlängeln. Das ist neben den Straßen, die vom zentralen Patuxay Park ausgehen aber eine der wenigen, auf denen viel Verkehr herrscht.

Das zentrum der stadt

Im Zentrum ist es ruhiger. Dort gibt es Straßenstände, Bars und Restaurants – das Angebot ist groß. Zur Verfügung stehen u.a. japanische, libanesische, laotische oder chinesische Küche und mehrere Bäckereien und Cafés, die Sandwiches oder Nudelgerichte anbieten. Wir haben das Joma Café im Reiseführer entdeckt und ausprobiert – dort gibt es Kuchen, Gebäcke und verschiedene Bars. Andi hat sich über die Nanaimo Bars gefreut, Süßigkeit Nr. 1 auf unserer Liste. Auch der Chai Latte Tee war sehr lecker, wenn mans süß mag. Abends waren wir im Kop Chai Deu essen. Das Restaurant hat viele Gerichte im Angebot und das Masala Chicken sowie das Cheese & Garlic Nan waren richtig gut. Überall konnten wir draußen sitzen und das Treiben beobachten.

Am Ende der Toulan Road gibt es einen Foodmarket, auf dem es neben Nudelgerichten viel Hühnerfleisch und verschiedene Spieße gibt. Wir haben dort schwarze Hühnereier probiert. Der Geschmack war normalen Hühnereiern relativ ähnlich. Meist sind es Frauen, die auf den Foodmarkets ihr Essen verkaufen. Handeln ist eigentlich nicht nötig, denn die Preise sind bereits ganz schön niedrig. Für 1,50 haben wir gebratene Nudelnmit Gemüse gegessen – noch dazu sind die einfach so lecker!

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Trotz der vielen Lokalitäten hatten wir dort nicht im geringsten das Gefühl von Hektik oder wildem Gewusel. Die Menschen lassen sich treiben und in kleinen Bars wird Boccia gespielt oder einer Live-Band zugehört. Die Auswahl an Kneipen ist begrenzt, wir haben aber viele kleine Läden entdeckt, die Tische und Stühle draußen stehen haben und auf ein Bier einladen. Die Laoten vermitteln einen entspannten Eindruck und sind außerdem alle extrem freundlich – man kriegt fast immer ein ‚Sabai di‘ und ein Lächeln dazu.

An der Riverside des Mekong, der gleichzeitig die Grenze zu Thailand bildet, säumen sich außerdem einige Restaurants und ein relativ langer Nachtmarkt, auf dem es (wie auf den meisten Märkten) Textilien, Schuhe, Spielzeug und Dinge wie Handyhüllen oder anderen kleinen Krimskrams gibt. Daneben haben Getränkestände einen Platz, wo wir einen Drachenfruchtshake probiert haben. Kann ich nur empfehlen!

Da es an der Riverside eine Promenade gibt, kann man dort schön entlangspazieren. Sowohl bei Tag als auch bei Nacht sehenswert.

Der Weg vom Zentrum Richtung vietnamesischer Botschaft erscheint prachtvoll, mit mehrspurigen Straßen und dem Triumphbogen Patuxai, dessen Bau vom Triumphbogen in Paris inspiriert wurde.

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Auf einem Spaziergang durch die Stadt sind wir an Laos‘ Nationalsymbol vorbeigekommen, dem That Luang. Man kann die Anlage für ein paar Kip Eintritt begehen, daneben befinden sich zwei Vats, die ebenfalls besichtigt werden können und in denen man auch den Mönchen über den Weg läuft. Am Morgen gehen die Mönche in Laos ihren Almosengang, bei dem sie Essen als Spende von den gläubigen Dorfbewohnern erhalten.

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Wer ein Visum zur Weiterreise nach Vietnam oder Kambodscha benötigt, der kann es dort beantragen. Je nach Eile berechnet sich dann der Preis. Wir haben für unser Vietnam-Visum 55 US$ p.P. bezahlt (das günstigste gibt es ab 45US$). Das Visum kann allerdings auch in anderen Städten beantragt werden, wo es unserer Info nach teilweise günstiger zu kriegen ist.

Nach zwei Tagen in Vientiane sind wir mit dem Bus weiter Richtung Vang Vieng.

Veröffentlicht in: Asien

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