Bangkok

Man kann unheimlich viel über Bangkok lesen, aber es gibt so manche Dinge, die sagt einem irgendwie keiner.
Wenn ich die Stadt mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre das ‚verrückt‘. Man kann dort schon mal eine Woche verbringen, wenn man den Trubel mag, denn es gibt viel zu sehen. Die Straßen sind voll mit Verkaufsständen und die Bars in einigen Gegenden laden schon mittags ein, sich ein (oder viel) Bier zu gönnen.

WAs es zu erleben gibt

Besonders im Stadtviertel ‚Nana‚ ist stets was geboten und es wird mehr als deutlich, dass europäische Männer hier auf der Suche nach asiatischen Frauen für ein kurz- oder langfristiges Vergnügen sind. Die Bars sind voll und das Bier fließt. Bei fast jedem Mann findet sich mindestens eine asiatische Frau. Eine Partnerbörse mitten in Bangkok.

Das Gute für Feierwütige ist, dass man dort jederzeit in den Pub gehen kann und immer etwas los ist. Cocktails etwa sind hier allerdings nicht billiger als bei uns, teilweise zahlt man den gleichen Preis wie in Deutschland. Für ein Bier haben wir zwischen 90 und 150 Baht, also 2-4 Euro (dafür gibt es das Bier im Stripclub auch in der Preisspanne). Ein großer Rotlichtkomplex befindet sich in der Soi 4, dort sind auch Frauen willkommen und neben den Stripclubs gibt es unzählige Pubs und Bars. Die Lokalitäten in diesem Viertel schließen meist um 1 Uhr nachts.

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Bei der Skytrain-Station gibt es ein großes Einkaufszentrum für Kleidung und andere Dinge, ganz oben ist ein günstiger Foodmarket. Außerdem finden sich auch in den anderen Nebenstraßen der Sukhumvit, der Hauptstraße im Viertel, mehrere Bars und Shops.

Bei unserer Ankunft waren wir zuerst im Salil Hotel, ein nettes Hotel der mittleren Preisklasse mit Pool im Haus. Das Personal dort ist extrem freundlich und hilfsbereit. Die weiteren Nächte haben wir im Woraburi Hotel verbracht, das an sich ganz ok war. Das Highlight dort war definitiv der Pool auf dem Dach mit Blick auf Bangkoks Skyline!

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Wir waren viel in der Stadt unterwegs. An einem Abend sind wir natürlich auch mal  zum berühmten Nachtmarkt Patpong gefahren, wo es die Pingpong-Shows in zahlreichem Angebot gibt. Vor jedem Club steht jemand mit einem Zettel und will zu den Shows einladen, für die man meist 100 Baht (2,50 Euro) bezahlen soll. Dazu wird einem ein Bier versprochen. Wir haben’s uns nicht angeschaut 🙂

Der kleine Textilmarkt entlang der Barmeile ist ganz nett, wenn man abends noch ein bisschen bunmeln will und auf der anderen Straßenseite gibt es sehr gutes Pad Thai (Nudelgericht mit bissl Gemüse und Erdnüssen) – davon haben wir ungefähr jeden Tag eines gegessen! In einer kleinen Nebenstraße des Marktes haben wir einige Schwulen- und Karaokebars entdeckt, man kann dort gemütlich draußen sitzen und das Treiben beobachten.

Der Chatuchak-Wochenendmarkt war der nächste erwähnenswerte Ausflug. Er hat Samstag und Sonntag von 6 – 18 Uhr geöffnet und bietet ein riesiges Areal zum Einkaufen! Auf 1,1 Quadratkilometern gibt es alles, was man sich vorstellen kann – von Kleidung über Dekoration bis hin zu Essensständen. Manchmal läuft man durch Gänge, die etwas stickig sind, aber die meisten Teile vom Markt sind gut belüftet oder offen. Wer günstig einkaufen will und eine große Auswahl möchte ist hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse! Der Chatuchak-Markt kann ganz einfach mit dem Skytrain (Mo Chit Station) erreicht werden.

Die Essensstände an den Straßen sind echt stark. Man kann sich durchessen solange man will, das Angebot ist groß und besteht aus verschiedenen Gerichten, Fleischspießen jeglicher Art und auch Insekten gibt’s im Angebot. Andi hat eine Heuschrecke probiert und hat es als ‚knusprig‘ beschrieben. Das Essen ist sehr günstig, ein Spieß kostet 10 Baht und für ein Gericht haben wir immer so 50-80 Baht bezahlt.

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Bangkok hat jedoch nicht nur gute Seiten und bei uns ist auch ziemlich viel schief gelaufen! Über ein paar Dinge sollte man Bescheid wissen…

Taxi- und Tuktukfahrer

Ich weiß nicht, was die thailändischen Taxifahrer über die Touristen denken, aber es scheint als würden bei deren Anblick in erster Linie die Dollarzeichen in den Augen leuchten. Wer dieses Mittel zum Transport wählt, dem wird erstmal ein völlig überteuerter Preis angeboten. Die Frage nach dem Taximeter ist ebenfalls meist Fehlanzeige, die die Fahrer mit ‚traffic jam‘ begründen.

Eigentlich ist in Bangkok auch wirklich immer Stau, aber trotzdem fährt man normalerweise billiger mit Taximeter. Der Preis berechnet sich aus 35 Baht Standardgebühr plus 5,5 Baht pro Kilometer (bei langen Stau kommt eine kleine Extragebühr drauf). Daraus kann man sich dann auch einen fairen Festpreis errechnen, z.B. für die Tuktuks. Meist haben wir ein bisschen mehr gezahlt, was völlig ok ist, da das Taxifahren dort allgemein sehr günstig ist. Bei Überlandfahrten bietet es sich an, Festpreise zu vereinbaren!

Leider wurden wir über’s Ohr gehauen – gleich zweimal! Am ersten Abend sind wir auf Empfehlung eines Taxifahrers in ein Seafood-Restaurant, welches völlig überteuerte Preise verlangt (das haben wir natürlich erst im Nachhinein gesehen, da hätten wir uns vorher informieren müssen). Beim zweiten Mal wollten wir zum Floating Market in Amphawa, etwa 90km außerhalb der Stadt.

Das Geschäft mit den Floating markets

In und um Bangkok gibt es mehrere Floating markets. Dort schippern die Leute auf einem Boot durch den Markt und können einkaufen. Wir wollten uns einen anschauen und haben uns auch auf die Bootsfahrt gefreut.

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Der Taxifahrer, der uns die Fahrt angeboten hatte, hat uns nach 90km Fahrt allerdings nicht direkt zum Markt gebracht, sondern zu einem gesonderten, touristischen Pier (ja, was es nicht alles gibt!). Deren Preise waren um das 5-fache höher, als am richtigen Markteinstieg! Scheinbar gibt es ja genug Leute, die das einfach bezahlen..

Trotz erneuter Nachfrage nach einem anderen Pier wollte uns der Taxifahrer erzählen, dass es keinen anderen gibt. Der Markt an sich ist allerdings ein paar Kilometer entfernt von den Piers für die Touristen und normalerweise kostet ein Boot dort etwa 400 Baht. Hammerhart! Selbst als wir uns das Boot mit zwei anderen teilen wollten, versuchten der Taxifahrer sowie die Mitarbeiter des Piers uns daran zu hindern und erzählten uns, man könne sich kein Boot teilen. Wirklich das Allerletzte dort und am ärgerlichsten war, dass wir das auch noch gezahlt haben, weil die andere Möglichkeit nur noch gewesen wäre, zurückzufahren und 1000 Baht für eine unnötige Taxifahrt zu zahlen.

Also: wenn man etwas unternimmt, dAnn wirklich genauestens über die Umstände informieren! Unwissenheit wird ausgenutzt und kostet einem viel, viel Geld! Und sollte der Fahrer sich weigern, an den richtigen Ort zu fahren, einfach stur bleiben und auf sein Recht bestehen.

Nachdem wir dem Fahrer dann nur noch die Hälfte des vereinbarten Preises gezahlt haben und er gemerkt hat, dass wir angefressen sind, kam keine Reaktion mehr. Ich denke, er hatte vielleicht tatsächlich ein schlechtes Gewissen.

Damit will ich nicht alle Tuktuk- und Taxifahrer über einen Kamm scheren! Es gibt auch ehrliche Menschen. Vorsicht ist aber offensichtlich nie verkehrt.

Alles in allem war die Zeit in Bangkok ganz ok, aber wir würden das nächste Mal definitiv früher weiterreisen.

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