2 Wochen grünes Afrika

In Südafrika haben wir erstmal 3 Tage in Kapstadt verbracht. Die Stadt ist ziemlich modern und da wir bisher nur den Vergleich zu den namibischen Städten hatten war das wieder eine ganz neue Erfahrung. Hier fühlt man sich ein bisschen wie in Californien – besonders am Weg entlang der Küste zum Cape of Good Hope. Wir haben gleich am zweiten Tag die Südafrikanerin Karin im Hostel kennengelernt. Mit ihr haben wir uns auf den Weg zum Cape gemacht.

Was es zu erleben gibt

Karin hat uns ein paar schöne Stellen auf dem Weg dorthin gezeigt. Wir sind an Camps Bay und an Hout Bay vorbeigekommen, den wohlhabenden Gegenden hier. In Hout Bay gibt es einen Hafen, in dem man essen kann und – mit ein bisschen Glück – auch Seerobben sehen kann! Am Cape angekommen sind wir auf einen kleinen Berg gewandert, auf dessen Spitze sich ein kleiner Leuchtturm befindet. Die Aussicht ist atemberaubend!

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Über Simon´s Town, der Stadt mit den Pinguinen, und vorbei an den bunten Strandhäuschen in Muizenberg sind wir wieder nach Kapstadt gefahren. Gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang haben wir es auf den Signal Hill geschafft. Von dort oben hat man einen Rundumblick auf die Stadt und auf das Meer und wenn das Wetter gut ist, kann man dort wunderbar beobachten, wie die Sonne im Meer untergeht.

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Die nächsten beiden Tage haben wir in der Stadt verbracht und uns ein bisschen treiben lassen – runter zur V&A Waterfront, die einen Blick auf den Tafelberg bietet, durch die große Victoria Shoppingmall, zum Bo-Kaap, dem bunten Stadtviertel und letztendlich zu unserer Autovermietung, wo wir unseren Mietwagen abgeholt haben. Gleich anschließend sind wir zum Tafelberg hoch bis zur Cable Car-Station. Da dort so viele Leute am Ticketschalter gewartet haben, haben wir uns dafür entschlossen, weiterzufahren. Um die Schlange zu umgehen lohnt es sich, die Tickets im voraus online zu buchen!

unterwegs zur gardenroute

Also sind wir weiter nach Kirstenbosch gefahren und haben uns den Botanischen Garten angeschaut. Es gibt dort den Canopy Tree Walk, ein Holzsteg, der über einen Teil des Gartens führt und eine Aussicht auf den Tafelberg und auf Kapstadt bietet.

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Dann hat unsere Route nach Stellenbosch geführt, in die Winelands. Wir haben im Le Pommier gegessen und natürlich Wein getrunken – sehr empfehlenswert. Allerdings vielleicht nicht die ganze Flasche. Wir sind aber gut in unserer nächsten Unterkunft angekommen und von dort aus ging es am nächsten Tag zum Shark Cage Diving.

Wir hatten gutes Wetter und der Ausflug war ganz interessant. Wir sind mit einem kleinen Boot und einem Guide in eine Bucht nahe Kleinsbaai gefahren und haben dort schon bei unserer Ankunft den ersten Hai gesehen. In den folgenden 3 Stunden kamen 7 verschiedene Haie vorbei und wir bekamen viel zu sehen.

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Irgendwann wurden die Wellen stärker und wir sind wieder zurück in den Hafen gefahren. Die Erfahrung war ganz cool, aber wir würden es beide nicht unbedingt nochmal machen. Über das Cage Diving gibt es gespaltene Meinungen und die Kritik daran ist wohl nicht völlig unbegründet. Schenkt man den Aussagen der Veranstalter glauben, dann hat das Ganze keine Auswirkungen auf das Verhalten der Meerestiere. Wer Interesse daran hat und gleichzeitig etwas Gutes tun möchte: In Kleinsbaai gibt es ein Forschungsunternehmen namens Marina Dynamics. Die Einnahmen aus deren Ausflüge zum Shark Cage Diving kommen den Forschungsarbeiten über die dort lebenden Haie zugute.

Weiter ging es entlang der Garden Route über den südlichsten Punkt Südafrikas am Cape Agulhas nach Mossel Bay und Knysna bis Plettenberg Bay. Von unserem Hostel aus haben wir die bisher beste Aktivität unserer Reise gebucht – den Bungeesprung von der Bloukrans Bridge! Adrenalin pur. Nach einem langen und etwas furchterregenden Weg zur Brücke hieß es 4-3-2-1- Bungyyyy!

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Anschließend sind wir in Jeffrey´s Bay angekommen, wo die alljährlichen Billabong-Worldcups im Surfen ausgetragen werden. Zum Surfen sind wir nicht gekommen, das Wetter hat die Tage leider nicht so mitgespielt und irgendwie waren wir auch nicht so motiviert. Aber wir haben ja noch einige Ziele vor uns, an denen wir surfen können. Empfehlenswert ist der Spot allerdings, besonders auch für Anfänger. Das Island Vibe Backpackers bietet täglich Surfstunden an!

Zwei Tage später wurde es dann ein klein wenig stressiger. Wir hatten noch einen langen Weg vor uns bis zum Kruger Nationalpark, der unser nördlichstes Ziel sein sollte. Auf halber Strecke machten wir mehrere Stopps, unter anderem an den Drakensbergen, um dort den Trail zu den Tugela Falls zu wandern.

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Die Fälle haben nicht viel Wasser getragen, da es in der Region kaum geregnet hat. Insgesamt wird in Afrika deutlich, wie sehr die Menschen hier unter dem mangelnden Regen leiden. Überall sind Schilder angebracht: „Please use water sparingly“. Die Pools im Kruger beispielsweise waren leer und ein Einheimischer klagte, er habe den Nationalpark noch nie so trocken gesehen wie an diesen Tagen.

Unsere Fahrtwege betrugen immer so 400-500 km und da hier ein Tempolimit von 120 km/h vorgeschrieben ist, dauert das natürlich etwas länger als in Deutschland. Immer wieder geht es durch Dörfer oder kleine Städte und auch 80km/h-Zonen gibt es hier – Andi ist da gleich mal von der Polizei angehalten worden, als er das Limit überschritten hat. Die Polizisten haben in diesem Fall allerdings nicht auf ein Bußgeld bestanden – auch ein bisschen Kleingeld oder Souvenire wären ok gewesen.. So viel dazu.

Die lange Fahrt zum Kruger Nationalpark hat sich in jedem Fall ausgezahlt. Wir wurden mit vielen Eindrücken und tierischen Begegnungen belohnt! Es ist einfach so faszinierend, die Tiere so nah zu sehen. Uns sind besonders viele Elefanten begegnet, außerdem auch mehrere Rhinos und Büffel (und Giraffen, Löwen, Zebras, Antilopen, Kudus, Springböcke, eine Hyäne, viele unterschiedliche Vogelarten und sogar eine Schildkröte)!

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Nun haben wir also die 4 der Big 5 gesehen – der Leopard hat sich leider auch in diesem Nationalpark nicht sehen lassen. Das ruft nach einem Wiedersehen!

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