Namibia – Ein Land mit vielen Facetten

Namibia ist ein sehr facettenreiches Land. Im Landesinneren gibt es die große NamibWüste und Steppe. Weiter nördlich erwarten einen Canyons und der artenreiche Etosha. An der Küste ist alles etwas grüner und es scheint, als wäre das ganze Land im Aufschwung. Besonders an den Küstenstädten, aber auch überall anders wird fleißig gebaut und die Infrastrukturen werden erweitert und verbessert.

Unsere Ankunft in Windhuk war reibungslos. Nachdem wir im Guesthouse angekommen sind haben wir 2 Tage lang ein wenig die Stadt erkundet. Neben mehreren Malls gibt es dort eigentlich nicht allzu viel zu sehen. Am zweiten Tag waren wir auf Empfehlung eines Taxifahrers in Joes Beerhouse zum Lunch. Das Restaurant ist sehr cool eingerichtet und sowohl Touristen als auch Einheimische kommen gerne hierher. Die Afrikaner sind sehr freundlich und hilfsbereit und haben uns stets darauf hingewiesen, auf unsere Taschen zu achten. Dabei waren wir noch nicht einmal mit den großen Rucksäcken unterwegs.. Die Kriminalität ist höher als bei uns, aber man hat uns immer gesagt, dass wir keine Angst haben müssen, überfallen zu werden, wenn wir uns wie normale Leute verhalten. Trotz einfacher Kleidung und ohne Gepäck  sehen die Menschen uns zwar an, dass wir Touristen sind. Das hat bisher jedoch ’nur‘ Bettler und Straßenverkäufer angelockt, von denen es in Namibia so einige gibt. Wir fühlen uns relativ sicher und es scheint, als würden momentan viele Südafrikaner nach Namibia kommen, u.a. weil es um die Sicherheit hier besser steht als in SA.

Am dritten Tag haben wir unser Auto abgeholt und sind (südlich) Richtung Solitaire gefahren. Nach etwa einem Drittel der Strecke hat die geteerte Straße aufgehört und wir sind mit unserem 2×4 über endlange Schotterpisten gefahren. Die waren mal besser, mal schlechter, aber im Großen und Ganzen sind wir ganz gut durchgekommen. Man musste sich nur etwas an das Gehoppe gewöhnen! In Solitaire angekommen haben wir in einem abgelegenen Camp eingecheckt. Am nächsten Tag sind wir morgens los in Richtung Sossusvlei – 160 km durch die Pampa, zum Glück war die Straße ab Sesriem dann wieder geteert (nach ca. 60 km). Auf dem Weg haben wir einige Springböcke gesehen und sogar Zebras waren am Straßenrand! Auch einige Wildpferde sind unterwegs, die nur deshalb da sind, weil die Deutschen zur Kolonialzeit  ihre Pferde zurückgelassen haben.

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Salzpfanne der Sossusvlei

Angekommen im Sossusvlei sind wir zur berühmten Salzpfanne gelaufen und anschliessend auf der Düne 40 gewandert. Es war ziemlich windig und gleichzeitig hat die Sonne gebrannt, aber die atemberaubende Aussicht war es in jedem Fall wert! Dass es im Land allerdings nur wenig regnet, machen die ausgetrockneten Flussbetten und die Niederschlagszahlen deutlich..

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Niederschlag in Solitaire

Besonders im Landesinneren ist es sehr heiß, wir hatten jeden Tag mindestens 30 Grad. An der Küste dagegen ist es kühl, dort klettern die Temperaturen zu dieser Zeit selten über 20 Grad und aufgrund des Benguelastroms aus der Antarktis ist der Vormittag meist nebelverhangen. Das Wetter kann mehrmals am Tag wechseln.

Am Tag 4 sind wir dann weg von der Hitze Richtung Walvis Bay an die Küste gefahren, um von dort aus die Lagune zu besuchen, in der es haufenweise Flamingos und andere Vogelarten gibt. Der Weg war ganz schön anstrengend, da wir von etwa 3 Stunden Fahrt alleine 2 Stunden nur über flaches Land gefahren sind und uns jedesmal gefragt haben, was wohl nach der naechsten Kuppe kommt – noch eine Kuppe, bis dann irgendwann die Stadt zu sehen war. Tags darauf ging es weiter nach Swakopmund – einer ehemaligen deutschen Kolonialstadt. Es gibt noch immer viele Deutsche hier und die Architektur lässt den Hintergrund der Stadt erkennen.

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Flamginos in Walvis Bay

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Einkaufspassage in Swakopmund

In Swakopmund haben wir dann ein paar Tage verbracht und sind durch die Stadt geschlendert. Es hat uns gut gefallen und mit dem Hostel hatten wir auch richtig Glück, deshalb waren wir insgesamt drei Tage hier. Am dritten Tag waren wir dann sandboarden in ein paar nahegelegenen Dünen. Das war gar nicht so einfach wie gedacht und der Aufstieg auf die Düne war echt anstrengend, zumal es wahrscheinlich 30 Grad hatte und die Sonne ganz schön gebrannt hat. Nach der ersten Abfahrt wurde es aber mit jedem Mal besser und wir haben sogar ein paar Kurven hinbekommen.

Nach dem kleinen Ausflug haben wir Swakopmund verlassen und sind zum Cape Cross gefahren, um die Robbenkolonie zu sehen. Die Robben waren ganz witzig, aber wer da selbst mal war, der weiß, wie es riecht. Deshalb waren wir auch nur kurz dort und sind anschließend weitergefahren nach Uis, um uns dann am nächsten Tag über Outjo Richtung Etosha Nationalpark aufzumachen!

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