Der Etosha Nationalpark – 22.000 km² Faszination

Der Etosha Nationalpark ist mit über 100 Jahren einer der ältesten Parks der Welt und man kann dort 4 der berühmten Big 5 sehen. Gemeint sind der Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und der Büffel, wobei letzterer nicht im Etosha lebt. Im Park gibt es festgelegte Wege, die mit dem eigenen PKW befahren werden dürfen und die meist an Wasserlöchern vorbeiführen. Hier sammeln sich die Tiere und es gibt fast überall etwas zu sehen.

Wir haben uns gegen 8 Uhr morgens auf den Weg dorthin gemacht, nachdem wir eine Nacht in der Etotongwe Lodge in Outjo verbracht haben. Bis zum Park waren es noch 94 km und gegen halb 11 Uhr waren wir dann letztendlich dort (die Einfahrt und das Bezahlen der Entrance Fee hat etwas Zeit gekostet). Schon bei der Einfahrt sind Antilopen und Gnus über die Straße gelaufen und am ersten Wasserloch haben wir eine riesige Herde Antilopen, Impalas und einige Straußen gesehen. Es waren mehrere Autos versammelt und wir wollten nach kurzer Beobachtung wieder umdrehen, als wir erst bei genauem Hinsehen erkannt haben, dass das nicht die einzigen Tiere dort waren.

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Löwinnen im Etosha

Unter einem Baum haben sich 2 Löwinnen im Schatten versteckt. Der Anblick war unglaublich, vor allem die Tiere so nah zu sehen und das in freier Wildbahn. Schon ein kleines bisschen anders als im Zoo..

Einen Tag später konnten wir eine ganze Löwenfamilie sehen und beobachten, wie zwei männliche Löwen sich um ihr Revier gezankt haben. Im ersten Moment hatte ich da schon etwas bammel, als der größere Löwe angerannt kam, um den kleineren zu vertreiben (obwohl wir in sicherer Entfernung waren). Aber die Faszination darüber hat dann irgendwann überwogen und man gewöhnt sich daran, dass die Tiere teilweise ziemlich nah an einem dran sind.

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Löwenfamilie am Okondeka-Wasserloch

Das Okondeka-Wasserloch sowie die Gegend um Okaukuejo bieten übrigens gute Möglichkeiten, um Löwen zu sehen und zu beobachten.

Sehr häufig und oft in großer Anzahl haben wir Impalas, Straußen, Gnus, Springböcke, Antilopen und Zebras gesehen! Am Goas-Wasserloch waren zur Mittagszeit hunderte von ihnen versammelt und neben diesem lebhaften Treiben haben wir dann später noch eine Hyäne entdeckt, die sich ganz alleine neben dem Wasserloch niedergelassen hat und offensichtlich die anderen Tiere im Blick behielt.

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Goas-Wasserloch

Wir waren lange unterwegs und haben immer wieder Giraffen gesehen, die sich zwischen den hohen Bäumen versteckt hielten. Eine ist uns irgendwann direkt vor dem Auto über die Straße gelaufen.

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Gleich am Morgen des zweiten Tages haben wir auf dem Weg zum Okondeka-Wasserloch ein weiteres Tier der Big 5 entdeckt – ein Rhino! Das Nashorn spazierte gerade ganz alleine zwischen ein paar Büschen durch und Andi hat sich ziemlich darüber gefreut, dass wir das entdeckt haben 🙂 es war das Einzige, das sich uns in den zwei Tagen gezeigt hat!

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Von anderen Reisenden haben wir noch vor unserem ersten Tag im Park gehört, dass es sehr viele Elefanten gibt. Die ersten Stunden unseres Aufenthalts haben wir tatsächlich keinen einzigen gesehen und dachten schon, das würde uns an diesem Tag auch nicht mehr passieren. Auf dem Rückweg aus dem Etosha hatten wir dann Glück – ein Dreiergespann Elefanten stapfte aus dem Gebüsch in Richtung Straße – und überquerte die fast vor unserem Auto. Insgesamt haben wir dann doch viele Elefanten zu sehen bekommen und jedesmal haben wir uns aufs Neue gefreut.

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Es war sehr heiß, das hat man allen Tieren angemerkt. Oft waren sie unter Büschen oder Bäumen gestanden und haben Schatten gesucht oder warenin den Wasserlöchern baden.

Insgesamt waren wir 16 Stunden an zwei Tagen unterwegs und so viel Zeit kann man auf jeden Fall einplanen. Wir haben nicht einmal den ganzen Park gemacht und um das zu schaffen sind drei Tage wohl besser, ansonsten wird es stressig und man kann sich nicht so viel Zeit nehmen, die Tiere wirklich zu beobachten.

Da wir viele Tiere gesehen haben, wollten wir keine geführte Tour buchen. Die werden aber in fast jeder Lodge angeboten und häufig gibt es auch Sunset-Touren, bei denen man zum Sonnenuntergang in den Park fährt. Das ist für Selbstfahrer nicht möglich, da der Park mit Sonnenaufgang öffnet und mit Sonnenuntergang schließt. Wir haben immer nach Leoparden Ausschau gehalten – die haben wir leider nicht gesehen. Aber vielleicht klappt das ja im nächsten Nationalpark. Der Etosha ist auf alle Fälle einen Besuch wert und wir haben die Zeit und die Erlebnisse sehr genossen!

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